"Drei Türme" mit wechselvollem Spiel zum Heimsieg - Ohrdruf noch abstiegsgefährdet
Zwei Spieltage vor Saisonende gelang dem ThSV „Drei Türme“ Bad Langensalza durch einen Sieg gegen den Ohrdrufer Erzrivalen die Verteidigung des vierten Tabellenplatzes unter Wahrung der Möglichkeit, mit etwas Glück, den Sprung auf das Treppchen bis zum Finale am 21. März noch schaffen zu können. Das Spitzenquartett der Tabelle genoss Heimvorteil, und alle Mannschaften des "erweiterten Tabellenendes" mussten auswärts antreten. Überraschende Spielausgänge blieben aus, so dass die Tabelle von Positionsveränderungen verschont blieb und neben Gebesee noch immer weitere vier weitere Teams um den Klassenerhalt bangen müssen. Zu diesen gehört auch Ohrdruf, was vielleicht den verhaltenen Beginn des Anfangstrios der Gäste erklärt. Auf jeden Fall kamen die Bahnherren wesentlich besser in den Wettkampf hinein, erspielten sich bereits über die ersten 50 Wurf einen Vorsprung von 47 Kegeln, den sie systematisch bis zum zweiten Durchgang auf 139 Zähler ausbauten. Einmal mehr zeigte Udo Wasewitz (940) keine Schwäche, agierte auf konstant hohem Niveau und hielt Kontrahent Andreas Willing (894) stets auf Distanz. Das gleiche Kunststück gelang David Rimbach (939) gegen Uwe Leyhe (881), wobei sich der Ohrdrufer mit seiner wenig überzeugenden letzten Bahn (198) selbst um ein besseres Abschneiden brachte. Den stärksten Widerstand musste Holger Kröber (967) brechen, dessen Gegner Tino Morgenstern (932) mit zwei 240er Serien bis zum Schluss gefährlich blieb. Doch der Wünschendorfer behielt die Nerven und entschied auch sein Duell, mit einer 259er Auftaktbahn im Rücken, letztlich deutlich für sich.
Was im Kegelsport alles möglich ist, zeigte zunächst, zum Leidwesen der Gastgeber, der Schlussdurchgang. Eben noch klar auf der Siegerstraße, wirkten die ThSV-Akteure plötzlich verunsichert und hatten Probleme ins Spiel zu finden. Während die Ohrdrufer loslegten wie die Feuerwehr und mit Serien von 242 bis 249 sofort ihre Duftmarken setzten, kämpften sich Norbert Graul und Marcus Elstner noch auf 220er Resultate, blieb Heiko Zenker gar bei 206 Kegeln stecken. Als schließlich aus den verbliebenen 60 Zählern Vorsprung nur noch 30 wurden und die Begegnung zu kippen drohte, ging ein Ruck durch die Phalanx der Kurstädter. Marcus Elstner ließ 508 Zähler folgen, steigerte sich auf 936, ebenso Norbert Graul (934). Genug, um gegen Stefan Trutschel (923) und Jörg Arcularius (932) zu bestehen. Zu Heiko Zenkers Glück hatte auch Detlef Strauch (880) so seine Probleme und verfehlte die 900 recht klar.
Rinaldo Schaller
Holger Kröber war einer der Sieggaranten Bad Langensalzas. Foto: Drei Türme