Pressebericht

2. Bundesliga Nord Männer: SG Friedberg/Dorheim 1 - PSV Franken Neustadt 1 (5181:5102)




Die Höhle des Löwen bewarheitet sich - Friedberg bezwingt Tabellenführer Franken Neustadt

Das angereiste Gästeteam verwandelte mit seiner Schar an Fans die Friedberger Kegelbahn in einen wahren Hexenkessel. Trotz dieser Überzahl an Fans wussten die Neustädter Gäste, wie schwer diese Bahnen zu spielen sind, da sich der „gute Ruf“ der Friedberger Stadthalle auch bis nach Bayern herum gesprochen hatte.
Bereits in der Anfangsphase war zu sehen, dass es zu dem erwartet spannenden Spiel gegen den Tabellenführer kommen würde. Während Holger Preuß gegen den gut aufgelegten Neustädter Kapitän Jürgen Bieberbach Boden einbüßte, konnte Michael Meyer gegen Tobias Bieberbach wieder etwas Rückstand aufholen. Der dritte im Bunde Mario Klein sorgte gegen Hans Dippold, der zu den schweren Bahnen keine richtige Einstellung finden konnte, dafür, dass die SG Friedberg/Dorheim zu Hälfte denkbar knapp mit 33 Kegel in Führung ging.
Auch in der zweiten Hälfte blieb das Spiel weiterhin spannend, denn die Franken kämpften verbissen um jeden Kegel. Stefan Pfeiffer musste gegen Bastian Bieberbach ein paar Kegel einbüßen, die sein Teamkollege Daniel Duchow gegen Michael Lohrer wieder herausholte. Erneut war es Tobias Wolf, der gegen Michael Moosburger mit dem einzigen 900er an diesem Tag schlussendlich den Sieg unter Dach und Fach brachte.
Mit diesem Sieg gegen den Tabellenführer steht Friedberg nun punktgleich mit Haibach (Platz 3) und Langensalza (Platz 4) im oberen Tabellensegment, aber bereits kommende Woche kann sich das gegen den direkten Nachbarn Langensalza in der Tabelle nach oben ändern.


Es war die erwartet harte Bahn, aber die desolate Abräumleistung kann sicherlich nicht darauf zurückgeführt werden. Am Ende lagen 79 Kegel zwischen der SG Friedberg/Dorheim, die mit 5181 den zu erwartenden Heimschnitt abrufen konnte und dem PSV Franken Neustadt, der mit 5102 dem Ruf einer Spitzenmannschaft nicht gerecht wurde. Mit 22:6 Zählern steht der PSV - auch nach der dritten Niederlage in Serie - noch an der Tabellenspitze und hat alles noch selbst in der Hand.

Ein entscheidender Big-Point in der von Heimkapitän Michael Meyer eigens genannten Höhle des Löwen gelang dem PSV-Sextett nicht. Die Gründe sind nach der dritten Pleite am Stück sicher nicht ganz einfach. Fakt ist, dass die Ergebnisse zu dünn waren. Die eigens geglaubte Qualität konnte in keiner der drei Partien auf die Platte gebracht werden. Weder in der Kompaktheit noch im Einzelnen konnten die Ansprüche erfüllt werden. "Nächste Woche in Gebesee haben wir eine neue Chance!", diese Durchhalteparolen vom PSV Spielführer Jürgen Bieberbach waren für die mitgereisten Schlachtenbummler ein schwacher Trost. Das Spiel begann aus Puppenstädter Sicht desaströs. Beide Teams spielten 18 Kugeln und schon waren die Blau-Schwarzen Gäste über 30 Kegel in Rückstand. Fortan legte Jürgen Bieberbach den Schalter um. Erst in den letzten Vollen verbaute sich der 49jährige seinen 900er, konnte aber mit 894 ein tolles Signal setzen. Der zuletzt formstarke Tobias Bieberbach hingegen kam nur schleppend ins Spiel. Immerhin steigerte er sich von Bahn zu Bahn und mit 835 rettete er noch, was möglich war. Der entscheidende Faktor im Starttrio war Hans Dippold und dessen dritte Abräumserie. Der Routinier war mit seinem Kontrahent 125 Wurf auf Augenhöhe, fiel aber dann weit ab und verlor mit schwachen 777 entscheidenden Boden. Das Heimtrio zeigte sich extrem ausgeglichen und konnte mit Ergebnissen um die 850 die Zeichen auf Heimsieg stellen.
Die 33 „Miesen“ konnte das PSV Schlusstrio zu keiner Zeit ernsthaft attackieren und im Lager der Puppenstädter musste man akzeptieren, dass der Rückstand zwar leicht, aber stetig wuchs. Bester Spieler des Tages wurde Tobias Wolff mit 904 und seine beiden Partner reihten sich in das ausgeglichene Mannschaftsgefüge der SG ein. Mit deutlichem Aufwärtstrend präsentierte sich Bastian Bieberbach und mit 887 überzeugte er vollkommen. Anders hingegen war die Vorstellung von Michael Lohrer, der mit 837 keinen guten Tag erwischte. Auch Michael Moosburger hatte mit der schwer zu spielenden Anlage seine Mühe und blieb bei 872 stehen. Vor allem die schwache Mannschaftsleistung im Abräumen war entscheidend und neben der Formkrise wird es auch in „Kopfproblem“, denn die drei schwachen Auftritte können sicher nicht so einfach abgehakt werden.

Jürgen Bieberbach (Kapitän)
„Es war erneut ein enttäuschender Auftritt und sowohl die spielerische Leistung als auch das Resultat waren keiner Spitzenmannschaft würdig. Unser Weg ist kein einfacher, aber wir dürfen uns nicht abbringen lassen, müssen konsequent trainieren und nächste Woche wollen wir unbedingt punkten.“

Michael Meyer (Spielführer SG Friedberg)
„Ich habe es vorab die Höhle des Löwen genannt und nun wissen die Neustadter auch warum. Hier fällt wirklich nur, was getroffen wird. Wir haben uns letzte Woche mit der Niederlage selbst aus dem Rennen genommen und können nun aus dem gesicherten Mittelfeld locker aufspielen.“


Daniel Duchow/Bastian Bieberbach

  Tobias Wolf überzeugt mit 904 Kegeln

(Bild: Timo Jaux)


Ergebnisse SG Friedberg/Dorheim 1:
Holger Preuß 851, Michael Meyer 845, Mario Klein 843, Stefan Pfeiffer 865,
Tobias Wolf 904, Daniel Duchow 873

Ergebnisse PSV Franken Neustadt 1:
Jürgen Bieberbach 894, Tobias Bieberbach 835, Hans Dippold 777, Bastian Bieberbach 887,
Michael Moosburger 872, Michael Lohrer 837

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