Langensalza triumphiert - Markus Brunner mit Tagesbestleistung für ersatzgeschwächte Haibacher
Mit einer gelungenen Vorstellung verabschiedeten sich Bad Langensalzas Zweitligakegler am vorletzten Spieltag der zu Ende gehenden Saison vom heimischen Publikum. Zum insgesamt vierten Mal in der laufenden Serie wurden dabei die 5700 Kegel von den Bahnherren übertroffen. Dies war scheinbar genug, um gegen den TV Haibach einen erhofften und sicheren Heimsieg einzufahren. Zumindest für eine Woche tauschten nun beide Mannschaften ihre Plätze in der Tabelle, liegen die Thüringer auf Rang drei, also knapp vor den um zwei Punkte schlechteren Unterfranken.
Die Partie trug zumindest Phasenweise die Züge einer Spitzenbegegnung, wobei erwartungsgemäß mannschaftliche Geschlossenheit seitens des ThSV auf individuelle Klasse in den Reihen des Gästesextetts traf und letztlich triumphierte. Das Startertrio der Kurstädter jedenfalls gab sich keine Blöße und sorgte von Anfang an durch gelungene Wurfserien dafür, dass die Stimmung in den Reihen der treuen Zuschauer mit den Fallergebnissen durchaus mithalten konnte. Insgesamt acht Bahnen mit Zwischenresultaten jenseits der 240 Kegel zeugen von dem durchgängig hohen Niveau innerhalb des ersten Durchgangs. Während Steffen Goldberg (961) und Holger Kröber (965) in den Teildisziplinen Volle und Abräumen sowie in der Fehlwurfkategorie nahezu identische Leistungen zeigten, setzte Udo Wasewitz noch einen drauf. Er kam ohne Fehler über die Runden und scheiterte mit 995 Kegeln erneut nur sehr knapp an einem vierstelligen Endergebnis.
Das wiederum gelang in dieser Ausnahmepartie dem Tagesbesten Markus Brunner (1029). Er signalisierte bereits mit seiner ersten Serie über 50 Wurf (284), dass er bestens mit den Bahnverhältnissen zurecht kam. Mit großer Gassensicherheit und einer scharfen Kugel ausgestattet, brachte er wiederholt „alle Neune“ zu Fall und beendete nach weiteren Serien von 246, 251 und 248 Kegeln erst mit Erreichen des Spitzenergebnisses von 1029 sein Tageswerk. Im Vergleich dazu hatten Günther Grod (863) und etwas überraschend auch Thomas Haas (884) Probleme ihren Spielrhythmus zu finden. Eine Differenz von 145 Zählern zu Gunsten der Gastgeber nach der Hälfte der Wettkampfdistanz durfte zumindest in dieser Begegnung bereits als Vorentscheidung gewertet werden.
Ungeachtet dessen begannen auch Norbert Graul (970), David Rimbach (928) und Heiko Zenker (928) ihre Partien so konzentriert wie möglich und zugleich so aggressiv wie nötig. Eine gelungene Mischung, wie der sich weiter vergrößernde Vorsprung der Kurstädter zeigte.
Zu dieser entscheidenden Partie um Platz drei reiste der TV Haibach etwas ersatzgeschwächt nach Langensalza. Bereits in der Startphase gaben die „Drei Türme“ richtig Gas und legten 2921 Kegel auf die Bahn. Obwohl Markus Brunner mit tagesbesten 1029 Kegeln konterte, sahen sich die Haibacher 145 Zählern Rückstand gegenüber. Im Schlusstrio konnte einzig Stefan Bilz (951) seinen Gegner Heiko Zenker (928) in Schach halten, was aber schlussendlich nur noch Ergebniskosmetik bedeutete. Mit deutlichen 159 Zählern Rückstand gab es für die Haibacher Farben in Langensalza nichts zu erben. Damit schieben sich die Gastgeber mit zwei Punkten Vorsprung auf Platz drei.
Stimmen zum Spiel:
Thomas Haas (Mannschaftskapitän TV Haibach): „Da drei Stammspieler beruflich bedingt ausgefallen sind, mussten wir ersatzgeschwächt in Langensalza antreten. Wir haben zwar ausgeglichen gespielt, hatten aber keinerlei Chance. Nur Markus Brunner war heute einfach überragend. Mit der Mannschaftsleistung bin ich trotzdem zufrieden und die Stimmung war einfach super. Platz drei ist noch immer in Reichweite und dafür werden wir nächste Woche alles geben.“
Astrid Herger/Rinaldo Schaller
Udo Wasewitz - ein verlässlicher "Turm". Foto: ThSV