Pressebericht

2. Bundesliga Nord Männer: ThSV Langensalza 1 - PSV Franken Neustadt 1 (5805:5714)




Furioser Heimsieg der ThSV - Saisonbestleistung von Holger Kröber und der gesamten Mannschaft

Ein absolutes Topspiel, gekrönt mit dem verdienten Erfolg der Bahnherren gegen den Spitzenreiter Neustadt, das erlebten die zahlreichen Zuschauer an diesem Spieltag auf der Bad Langensalzaer Kegelbahn. Dazu eine Gastgebermannschaft, die erstmals seit dem legendären Auftritt im Vorjahr gegen Pfaffengrund wieder die 5800-Kegel-Grenze zu übertreffen vermochte und sich damit den voraussichtlichen Höhepunkt der laufenden Saison selbst bereitete.  Auch die Franken enttäuschten keineswegs. Die „Drei Türme“ - Truppe hatte sich schon im Vorfeld der Auseinandersetzung auf den Gegner eingestimmt und wollte unbedingt beweisen, auch gegen einen Kontrahenten, der in allen bisherigen Begegnungen stets die Nase vorn hatte, bestehen zu können. Wohl wissend, dass den Neustädtern seit dem 13. Spieltag mit Dieter Nielsen, der die Einzelwertung mit einem Auswärtsschnitt von fast 1000 Kegeln immer noch anführt, der Leitwolf verloren gegangen ist. Eine Tatsache, die sich personell im ersten Durchgang bei den Gästen noch nicht auswirkte.

Doch gegen die vehement angreifenden Bad Langensalzaer war aus Sicht der Franken kein Kraut gewachsen. Holger Kröber (1006 Kegel/Saisonbestleistung), Steffen Goldberg (984)  und Udo Wasewitz (991) starteten in den Wettkampf.  Die immer wieder frenetisch Beifall spendenden Zuschauer sahen Kegelsport vom Feinsten. Lag es an vorübergehend nachlassender Konzentration der Thüringer oder an der frenetischen Unterstützung durch die eigens mit einem Bus angereisten Neustädter Fans, dass der erste Anwärter für den Aufstieg  sich noch lange nicht geschlagen gab, sondern den Rückstand dramatisch verkürzte dank des erfolgreichen Spiels von Julian Bajus (964).

An den tiefer werdenden Sorgenfalten der ThSV-Akteure, Norbert Graul (939) und Heiko Zenker (926) ließ sich ablesen, dass die Begegnung im  zweiten Durchgang tatsächlich noch einmal auf der Kippe stand. In dieser so wichtigen Phase nahm ausgerechnet der Jüngste im grün-gelben Trikot sein Herz in beide Hände und setzte (246/263) seine „Duftmarke“. David Rimbach (959) versteckte sich nicht vor seinem renommierten und überaus erfahrenen Kontrahenten Michael Moosburger (954) und entschied dieses vorentscheidende Duell mit Fünf Kegeln knapp, aber verdient, zu seinen Gunsten.

Trotz ansprechender Leistung in Bad Langensalza ging das Spiel für den PSV verloren. Schon nach dem Starttrio war die Vorentscheidung gefallen und die kurzzeitig aufkommende Hoffnung 100 Wurf vor Ende wurde im Keim erstickt.

 „Ein Sieg wäre ein Joker für das Topspiel zu Hause gegen Frammersbach“, so motivierte Jürgen Bieberbach seine Mitspieler. Aber schon zur Spielmitte war auch ihm bewusst, dass es kommende Woche einen echten EndKampf um die Meisterschaft geben wird. Das Neustadter Starttrio war gegen die groß aufspielenden Heimakteure auf verlorenem Posten, denn sogar Michael Lohrer, der mit 985 voll überzeugte, verlor gegen den Tagesbesten Holger Kröber. Kapitän Jürgen Bieberbach (963) hatte lange Zeit gegen Udo Wasewitz die Nase vorne, musste am Ende aber doch Federn lassen. Der dritte im Bunde war Tobias Bieberbach (897), der die Vorzüge der Bahn nicht nutzen konnte und gegen Steffen Goldberg chancenlos war. Bei 136 Kegeln Rückstand ging es im Schlusstrio nur noch um Ergebniskosmetik. Zur Halbzeit im Schlusstrio konnten die Franken den Rückstand mehr als halbieren und anfangs der dritten Serie glaubten die mitgereisten Fans auch an ein kleines Kegelwunder, aber die Heimmannschaft gab sich doch keine Blöße. „Die Neuner im Abräumen waren zermürbend“, analysierte Betreuer Ulrich Bieberbach. Erneut einen starken Eindruck hinterließ Julian Bajus mit 964 Kegeln und war gegen Norbert Graul zwischenzeitlich doch deutlich vorne. Auch Bastian Bieberbach (951) konnte sein direktes Duell gegen Heiko Zenker (926) für sich entscheiden, während Michael Moosburger (954) gegen David Rimbach knapp den Kürzeren zog. Der Unterschied lag vor allem im Abräumen, denn hier konnten die Franken nicht mithalten.

Stimmen zum Spiel:

Michael Moosburger (Schlussmann):

„Die Hausherren haben heute im Starttrio weit über ihren Schnitt gespielt. Das ist bitter für uns, denn somit waren wir von Beginn an auf der Verliererstraße. Kommende Woche geht es um alles und darauf muss jetzt jeder brennen“.

Jürgen Bieberbach (Kapitän):

„Wir waren im dritten Durchgang des Schlusstrios in Schlagdistanz, aber konnten es nicht mehr drehen. Der ThSV bot mit über 5800 eine hervorragende Leistung und auch wir können mit unserer Zahl zufrieden sein. Spielerisch war es aber sicher nicht immer das Beste, denn die vielen Gegengassen sind eigentlich Glückssache. Wir müssen uns nun konzentriert auf das Spitzenspiel gegen Frammersbach vorbereiten“.

Steffen Goldberg (Spielführer ThSV Bad Langensalza):

„Es war ein gutes Spiel und zwischendurch auch spannend. Aber im entscheidenden Moment konnten wir dagegenhalten und somit Revanche für die Hinspielniederlage nehmen“.

Rinaldo Schaller/Bastian Bieberbach

 


Ergebnisse ThSV Langensalza 1:
Udo Wasewitz 991, Steffen Goldberg 984, Holger Kröber 1006, Norbert Graul 939,
David Rimbach 959, Heiko Zenker 926

Ergebnisse PSV Franken Neustadt 1:
Jürgen Bieberbach 963, Tobias Bieberbach 897, Michael Lohrer 985, Julian Bajus 964,
Michael Moosburger 954, Bastian Bieberbach 951

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