PSV schwächelt im neuen Jahr - Meisterschaft wieder offen
Auch das erste Heimspiel im neuen Jahr verliert der PSV Franken Neustadt. In einer spannenden Partie entführt die SKG Bad Soden-Salmünster mit 5425:5447 die Punkte. Fünf Resultate knapp über 900 waren letztendlich zu wenig und entscheidend war schlussendlich, dass Schlussspieler Bastian Bieberbach erneut deutlich abfiel.
Beide Teams wollten zurück in die Erfolgsspur finden und dieser innerliche Druck lag vor allem dem Heimsextett belastend auf den Schultern. Der neu ins Startpaar gerutschte Michael Lohrer startete verhalten und konnte nur auf der zweiten Serie (252 Kegel) richtig glänzen. Am Ende standen aber wieder ordentliche 925 Kegel an der Anzeige und damit ein gutes Plus gegen Michael Klüber (883). Neustadts Kapitän war körperlich nicht ganz auf der Höhe, blieb - wie Partner Lohrer fehlerfrei und erreichte durch guten Schlussspurt 904 Kegel. Der Gästespieler Moritz Noll überzeugte mit 920 und hielt seine Farben im Spiel.
Auch in der Mittelgruppe blieb das Spiel auf Augenhöhe. "Seine Ergebnisse sind kein Zufall und er konnte als Einziger zum zweiten Mal voll überzeugen", Jürgen Bieberbach war voll des Lobes für Tobias Bieberbach. Nach zurückhaltender Startbahn zündete der 24-Jährige seinen Turbo und legte drei bärenstarke Durchgänge hinterher, die starke 928 einbrachten. Auch Hans Dippold zeigte sich deutlich verbessert zur Vorwoche und kegelte sich zwei Kegel über die 900er Marke. Auf Seiten der Bad-Städter erreichte Peter Klüber 868 und Rene Hagenbach erzielte mit hervorragenden 970 die Tagesbestleistung.
Lediglich 18 "Gute" bekam Neustadts Schlusspaar mit und diese waren schnell aufgebraucht. Wie in der Vorwoche wirkte Bastian Bieberbach verunsichert und konnte zu keiner Zeit seine Linie durchziehen. Vor allem auf den Schlussbahnen spielten ihm zudem offensichtlich die Nerven einen Streich und die indiskutablen 862 waren letztendlich spielentscheidend, denn sein Kontrahent Stefan Stehle machte mit 887 die entscheidenden Kegel gut. Beim anderen Paar konnte Michael Moosburger den Schalter auch nicht umlegen und seine gute Schlussbahn vermochte die zweite Niederlage am Stück nicht zu verhindern. Mit 904 musste auch er sich Thomas Klüber (919) geschlagen geben.
Die Puppenstädter haben nach der Winterpause gewaltig Sand im Getriebe und die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord ist wieder offen, denn Verfolger Frammersbach ist nun bis auf zwei Punkte am Spitzenreiter dran.
Bastian Bieberbach