Erneut ein hartumkämpftes Match gegen Frammersbach - Friedberg/Dorheim siegt im Schlussspurt
Der Rückblick auf das Spiel aus der letzten Saison, das die Friedberger Kegler nur sehr knapp für sich entscheiden konnten, und der aktuelle Blick auf die Tabelle deutete einen sehr spannenden Wettkampf an. Der KSC Frammersbach war in diese Saison blendend gestartet, konnte bisher auswärts jedes Spiel gewinnen und war somit aktuell der einzig richtige Verfolger vom PSV Franken/Neustadt. Die Hausherren, die nach einer überzeugenden Leistung am 6. Spieltag endlich wieder zu ihrer gewohnten Heimstärke zurück gefunden hatten, mussten sich somit auf viel Gegenwehr und ein hartes Stück Arbeit einstellen.
Der Beginn des Wettkampfes lief leider nicht so ab, wie es sich die Friedberger Kegler erhofft hatten. Man geriet leider schnell in Rückstand, da der Frammersbacher Kevin Laubach bestens mit den Bahnen zurecht kam und mit überragenden 916 Kegeln gegen Markus Kastl (850) direkt ein großes Ausrufezeichen setze. Mario Klein bemühte sich redlich seinen Kontrahenten Chrsitoph Welsch nicht ziehen zu lassen, musste sich am Ende leider doch mit 838:865 geschlagen geben. Das einzige Plus für die Friedberger konnte der wieder erstarkte Routinier Michael Meyer mit 901 Kegeln gegen seinen Gegner Felix Imhof (858) verbuchen.
Somit lag es nun an der Schlussachse den Rückstand von 50 Kegeln wett zu machen. Die ersten beiden Bahnen liefen super für die Friedberger Kegler, da sie den Rückstand in einen 88-Kegel-Vorsprung drehen konnten. Tragische Figur war René Appel, der überhaupt nicht zu seinem Spiel fand und nach 100 Wurf (386 Kegel) gegen Florian Frenzel (449) ausgewechselt wurde. Leider kam nach dem Aufstieg über zwei Durchgänge im dritten der tiefe Fall, als Ronald Kirsch (861 Kegel) und Florian Frenzel mit Bahnen von 249/241 den Vorsprung auf 28 Kegel zusammen schmelzen ließen. Doch die Friedberger Tobias Wolf (866) und Stefan Pfeiffer (879) behielten im Schlussdurchgang die Nerven und erhöhten den Vorsprung wieder auf 44 Kegel.
Es war das von vielen erwartete spannende und sehr faire Spiel zwischen zwei alten Freunden. René Appel, der in der Begrüßung noch die Hoffnung hatte „heute das erste Mal in Friedberg gewinnen zu können“ musste leider eingestehen, dass die Bahnen doch nicht sehr einfach zu spielen sind. SG-Kapitän Michael Meyer sagte: „Wir freuen uns nach einem solch spannenden Spiel, die Punkte behalten zu können und damit endlich den Anschluss an das Mittelfeld wieder hergestellt zu haben“. Christian Pfister fügte bei der Absage noch hinzu: "die mannschaftliche Geschlossenheit, die wir heute wieder gezeigt haben, hat uns leider nicht gereicht. In den entsprechenden Situationen hat uns die Kaltschnäuzigkeit gefehlt“.
Daniel Duchow