Pressebericht

2. Bundesliga Nord Männer: ThSV Langensalza 1 - KSC Frammersbach 1 (5487:5543)




Besonnenheit zahlt sich aus - Frammersbach knackt den Heimvorteil der "Drei Türme"

Erneut gelang es dem KSC Frammersbach, die Kurstädter auf ihren eigenen Bahnen zu überraschen. Statt sich in der Tabelle nach oben zu orientieren, gilt es für die Mannschaft des ThSV „Drei Türme“ vorerst, genügend Punkte zwischen sich und die Abstiegsränge zu legen. Allen Mannschaftsmitgliedern war nach Spielende wohl bewusst, nicht an einem übermächtigen Gegner, sondern vielmehr an den Unzulänglichkeiten des eigenen Spiels gescheitert zu sein. Immerhin datiert die letzte Partie der Gastgeber, in der die 5500 Punkte-Grenze nicht überboten werden konnte, vom 26. Januar 2013.
Damals rettete der für seinen Sohn Anton eingewechselte Gerald Heß mit den letzten Würfen den Sieg gegen TV Haibach (5465:5456). An diesem Wochenende bestand von vornherein erst gar nicht die Möglichkeit, eines ähnlich erfolgversprechenden taktischen Wechsels.
Bereits im ersten Durchgang agierten die Bad Langensalzaer scheinbar mit angezogener Handbremse. Gelang es Udo Wasewitz immerhin noch, dank konstanterer Spielweise seinen Kontrahenten Felix Imhof mit 938:886 in die Schranken zu weisen, verhinderte für Heiko Zenker und Steffen Goldberg jeweils eine verschenkte 50-Wurf-Serie von 206 bzw. 203 Kegeln ein besseres Endergebnis sowie eine positivere Bilanz. Deren Gegenspieler Christoph Welsch (942) und Christian Pfister (927) machten es besser und sicherten ihren Farben eine nicht besonders deutliche, dafür aber psychologisch wichtige „Halbzeitführung“ von 33 Zählern.
Die alte Binsenweisheit, wonach der Rucksack eines einmal eingefangenen Rückstandes mit jedem Augenblick, den er Bestand hat, immer schwerer wiegt, bewahrheitete sich auch in dieser Begegnung. Mehr als einmal schienen die Bahnherren auf der Überholspur, relativierte jedoch entweder die Differenz der tatsächlich absolvierten Würfe das Gesamtresultat wieder oder eine der zahlreichen „9er“ - Serien der Gäste stellte den alten Abstand wieder her. Weder der prächtige Beginn Norbert Grauls (508 nach 100 Wurf) noch das Glück eines doch zur Verfügung stehenden David Rimbachs (887), fast verkorkste Bahnen mit den letzten energischen Würfen noch halbwegs zu retten, vermochten mehr als nur marginale Veränderungen des Gesamtstandes zu bewirken. Wohl steigerte sich Holger Kröber von Bahn zu Bahn (Schlussdurchgang 261/gesamt 933), doch spätestens als aufkommende Knieprobleme Norbert Grauls einem noch besseren Endresultat im Wege standen, wussten die von vornherein recht optimistisch ans Werk gehenden Frammersbacher (Ronald Kirsch 955), dass es wie vor zwei Jahren zu einem nicht unbedingt zu erwartenden Auswärtssieg reichen würde.

Auch der ThSV Bad Langensalza konnte die Frammersbacher nicht stoppen und musste letztendlich eine klare Niederlage hinnehmen. Nach anfänglichem Rückstand schoben die Frammersbacher ruhig weiter und konnten auf fünf Miese verkürzen. Die Schlussspieler René Appel 916 und insbesondere Ronald Kirsch mit mannschaftsbesten 955 brachten die Gäste dann endgültig auf die Siegerstraße. Damit bleiben sie dem Tabellenführer mit 2 Punkten Rückstand weiter auf den Fersen.        

Rinaldo Schaller/Werner Brehm

  Ronald Kirsch macht mit tagesbesten 955 "den Sack zu".

(Bild: Astrid Herger)


Ergebnisse ThSV Langensalza 1:
Udo Wasewitz 938, Steffen Goldberg 902, Heiko Zenker 882, Norbert Graul 945,
David Rimbach 887, Holger Kröber 933

Ergebnisse KSC Frammersbach 1:
Felix Imhof 886, Christian Pfister 927, Christoph Welsch 942, Florian Frenzl 917,
Ronald Kirsch 955, René Appel 916

Schließen