Durchschnittliche Leistung reicht aus - Olympia bleibt im Rennen um Platz drei
Kein hochklassiges Spiel sahen die Zuschauer in der Keglerklause im Spiel gegen die SG Ettlingen. Beim 6023:5818-Erfolg überzeugten Stefan Beck mit tollen 1068 Kegeln (574 auf die ersten 100 Wurf) und ein wieder besser spielender Holger Liebold mit 1039. Auf Seiten der Gäste gab es überraschenderweise kein einziges vierstelliges Ergebnis. Zäh lief es vor allem im ersten Spielabschnitt. Christoph Zöller (965), Robert Nägel (960) und Heiko Held (995) taten sich schwer. Nicht anders erging es den Gästen Gerd Wolfring (955), Jörg Schneidereit (993) und Andreas Wolf (951). Damit konnten die Olympianer mit 24 Kegeln in Führung gehen.
Im Schlussterzett lief es dann etwas besser. Zwar konnte Sven Völkl nicht an seine gewohnten Leistungen zu Hause anknüpfen (995), doch hatte er seinen Kontrahenten Thomas Speck (985) jederzeit in Griff. Holger Liebold verpatzte seine erste Bahn, steigerte sich dann aber noch zu sehr guten 1039 Kegeln, womit er Rainer Grüneberg (966) deutlich auf Distanz hielt. Furios der Auftakt von Stefan Beck. Mit einer besseren Schlussbahn wäre sogar noch einiges mehr drin gewesen als die tollen 1068 Kegel. Genau 100 Zähler machte er gegen Dieter Ockert gut. Ein klarer Erfolg am Ende, der nicht immer so deutlich aussah.
Der SG Ettlingen war die Heimstärke von Olympia Mörfelden und die fallträchtigen Bahnen in der Keglerklause wahrlich bekannt. Mit einem Heimschnitt von knapp 6100 Kegeln waren die Hessen vor der Partie der klare Favorit, die SG Ettlingen nur der Außenseiter. Leider verlor Ettlingen trotz guter Auswärtsleistung am Ende doch noch deutlich.
Im Starttrio konnten die Nordbadener den Hessen allerdings noch lange Paroli bieten. Gerd Wolfring konnte Christoph Zöller in Schlagdistanz halten, Jörg Schneidereit machte gegen Robert Nägel einige Kegel gut und Andreas Wolf ließ Heiko Held nicht zu weit enteilen. Mit nur 24 Kegeln Rückstand schien im Schlusstrio noch alles möglich.
Die Hessen ließen allerdings in der letzten Startreihe keinen Zweifel aufkommen, wer die Bahnen an diesem Tag als Sieger verlassen würde. Insbesondere Stefan Beck zeigte mit 574 Kegeln auf den ersten zwei Bahnen überragenden Kegelsport. Thomas Speck hatte seinen Gegner in Reichweite, Holger Liebold (1039) zog nach verkorkstem Start jedoch deutlich an Grüneberg vorbei und der Tagesbeste hatte mit Dieter Ockert (968) keine Mühen. Mit 5816 Kegeln zeigten die Ettlinger eines ihrer ansprechenderen Auswärtsspiele und hielten so die Distanz zu 6023 Kegeln der Olympianer noch in Grenzen.
Stimmen zum Spiel:
Thomas Speck: ”Heute bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. Endlich waren wir auch auswärts mannschaftlich geschlossen, auch wenn uns Stefan Beck heute fast im Alleingang abgeschossen hat. So können wir uns in München präsentieren.”
Holger Liebold: „Heute war lange Zeit Sand im Getriebe und wir taten uns schwer und konnten uns nicht entscheidend absetzen. Doch dannn kam Stefan Beck und zeigte großen Kegelsport, so dass wir das Spiel doch noch beruhigend gewinnen konnten. Ich war heute mit meinem Spiel nicht zufrieden, der Beginn war katastrophal und ich hatte heute große Mühen.”
Pascal Jestädt/Thomas Speck
Holger Liebold zeigte eine deutliche Formsteigerung. Foto: Olympia