Eppelheim überzeugt nicht - Walldorf mit Saisonbestergebnis
Keine berauschende Leistung bot der VKC Eppelheim beim 5842:5725-Sieg beim Tabellenletzten Stolzer Kranz Walldorf. „Da war viel Sand im Getriebe“, gab Tobias Lacher zu. Vor allem bei Daniel Aubelj und Marlo Bühler lief es nicht. Mit nur 20 Kegeln Vorsprung ging der Favorit ins Schlusstrio. Bühler wurde nach drei Bahnen verletzungsbedingt gegen Lars Ebert ausgetauscht. Der Youngster spielte 209 Kegel drauf. Lediglich bei Tobias Lacher klappte es an diesem Abend vor guter Kulisse. Mit 1013 schaffte er den einzigen Tausender. Mit 294 Kegeln auf der ersten Bahn hatte er furios losgelegt, durch zwei Fehler aber den 300er verpasst. Die zweite Bahn war ganz schlecht (223), es folgte wieder ein sehr guter (266) und eine mäßiger Durchgang (230). Ähnlich sah es bei Christian Brunner aus. Konstant spielten eigentlich nur Jan Jacobsen und Jürgen Cartharius. Die Bahnen in Walldorf sind nicht mehr so ergiebig wie früher, das merken auch die Einheimischen. Über 980 sind schwer zu erreichen. „Wir müssen uns nächste Woche in Ettlingen deutlich steigern und auch im Training wieder anziehen“, meinte Tobias Lacher.
Die Walldorfer können ihre Darbietung als Mutmacher nehmen. Vor endlich einmal wieder größerer Kulisse boten sie eines der besseren Spiele dieser Saison. War es eine „klasse Leistung zur falschen Zeit“, wie es Vorsitzender Helmut Hibschenberger formulierte? In der Tat wäre eine solche Vorstellung in den beiden Partien gegen Gerolsheim wichtiger gewesen, denn dann hätte der Stolze Kranz jetzt vier Punkte mehr und wäre nicht mehr Letzter. Nach dem Starttrio lag er nur 20 Kegel zurück, manche witterten eine Sensation. Doch letztlich ist Eppelheim auch mit einer schlechteren Leistung noch überlegen. Auf jeden Fall müssten die vermeintlichen Leistungsträger Gerald Drescher und Frank Steffan noch zulegen. Der junge Marcus Cap gefiel, auch Klaus Körner überzeugte. In den jetzt folgenden Partien gegen die Abstiegskonkurrenten müssen die Punkte kommen.
Michael Rappe