Wolfsburg mit durchwachsenem Spiel – Kein Ausreißer nach oben
Es wurde nichts mit dem erhofften Auswärtssieg in der bayerischen Landeshauptstadt für den KV Wolfsburg. Die 6047:5926-Niederlage gegen den SKK Alt-München war insgesamt verdient, da es den Wolfsburgern nicht gelang, ausreichend Paroli zu bieten. „An einem sehr guten Tag unsererseits wäre so ein Ergebnis durchaus drin gewesen. Leider konnten wir zu Beginn das hohe Tempo, das München an den Tag legte, nicht mitgehen“, sagte Kapitän Gerhard Gams. Beim Spiel über sechs Bahnen schickte der KVW Carsten Strobach (989), Andre Landschädel und Manuel Wassersleben (1015) ins Rennen. Bereits der Start zeigte, dass es ein ganz schwerer Gang werden würde. Während die Gastgeber sehr effektiv agierten, waren die Wolfsburger noch auf der Suche nach ihrem Spiel. Strobach offenbarte unerklärliche große Schwächen im Abräumen und hatte gegen Mario Cekovic (1093) nicht den Hauch einer Chance. Landschädel erwischte einen rabenschwarzen Tag. Bei ihm lief überhaupt nichts zusammen, folgerichtig wurde er nach 91 Wurf (412) durch Andreas Hüttl (517) ersetzt. Dieser konnte sich sehr gut in Szene setzen, aber eben auch keine Wunder vollbringen. Letztlich ging auch dieses Duell deutlich an die Gastgeber, vertreten durch Daniel Seidl (990). Wassersleben hatte auf der zweiten Bahn ein richtiges Highlight (133 Abräumer), konnte daraus aber lein Kapital schlagen. Auch er wirkte teilweise unkonzentriert. Auf den letzten Würfen musste er dann auch noch Stephan Petrowitsch (1018) ziehen lassen. Der Rückstand betrug nach dem Starttrio bereits 168 Kegel.
Für Gerhard Gams (1024) Jens-Uwe Weiß (995) und Mathias Hähnel (974) ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung, denn ein Drehen des Rückstandes schien an diesem Tag nicht möglich. Aber auch hier zu Beginn das gleiche Bild. Die Wolfsburger kamen nur mäßig in Schwung, so dass der Vorsprung nach zwei Bahnen auf über 200 Kegel angewachsen war. Mit viel Kampf konnte sich Gams letztlich auf ein sehr gutes Ergebnis steigern und sein Duell gegen Dietmar Gäbelein (999) gewinnen. Auch Weiß steigerte sich kontinuierlich und nahm Michael Altmann (971)ein paar Kegel ab. Hähnel fand nie wirklich in sein Spiel. Zu wenig effektive Würfe verhinderten ein besseres Ergebnis, und er kassierte gegen Mario Listes (974) eine ganz knappe Niederlage. „Wir haben verdient verloren, da es uns nicht gelungen ist unser Potenzial abzurufen“, sagte Gams. „In dieser Verfassung wird es schwierig werden, unser neu gestecktes Ziel zu erreichen."
Gerhard Gams