VKC Eppelheim mit Killerinstinkt – Der Meister nimmt die Hürde in Mörfelden knapp mit 6060:6051
Jeder Kegler weiß, wie schwer es ist, in der Keglerklause bei Olympia Mörfelden zu gewinnen. Dem deutschen Meister VKC Eppelheim gelang dies am Samstag mit 6060:6051 bereits das zweite Mal in Folge. „Früher haben die uns aus der Halle geschossen“, erinnert sich Tobias Lacher nur allzu gut an jene Zeiten, wo der VKC die Punkte auch vorher mit der Post hätte schicken können. Das hat sich nun geändert, und es zeigt den Killerinstinkt des Vollkugelclubs, der mit diesem Erfolg einen weiteren großen Schritt zur Titelverteidigung gemacht hat. Er setzt die Konkurrenz aus Sandhausen gehörig unter Druck, denn die Hardtwälder müssen auch noch in Mörfelden und außerdem in Wolfsburg spielen, was der VKC schon hinter sich hat. „Der Sieg war glücklich, aber nicht unverdient, denn schließlich haben wir nie hinten gelegen“, freute sich Lacher.
Zunächst sah es nach einem klareren Sieg der Eppelheimer aus. Jürgen Cartharius legte furios los und hatte nach 100 Wurf 554 Kegel erzielt. Er ließ dann aber ebenso nach wie Tobias Lacher und Daniel Aubelj, so dass Mörfelden den Rückstand bei Halbzeit auf 80 Kegel reduziert hatte. Christoph Zöller war mit 1016 Kegeln beste Mörfelder. Beim VKC kamen alle drei Startspieler über 1000, Cartharius war letztlich mit 1030 der Beste.
Im Schlusstrio legten die Südhessen mächtig los. Christian Brunner konnte den starken Beginn von Sven Völkl jedoch sehr gut kontern. Marlo Bühler fand zwei Bahnen lang gar nicht in die Spur, ließ dann aber 263 Kegel folgen. In der Schlussphase hatte er mit zwei Neunern im 43. und 44. Wurf maßgeblichen Anteil am Sieg, den letztlich Jan Jacobsen und Christian Brunner sicherten. Mörfelden lag nach einem Neuner von Stefan Beck nur noch einen Kegel zurück. Brunner räumte einen verbliebenen Kegel ab und kam noch einmal aufs volle Bild. Mit einer Acht stellte er die Weichen auf Sieg, den Jacobsen mit einer Fünf perfekt machte. „Jan hat super gespielt“, lobte Tobias Lacher. Jacobsen, für den verletzten Gunther Dittkuhn ins Team gekommen, zeigte erneut, dass die Ersatzspieler ihren Platz verteidigen wollen.
Michael Rappe