Ratlosigkeit bei Frei Holz Plankstadt - Gerolsheim nutzt letzte Chance
Gegen wen will Frei Holz Plankstadt jetzt noch gewinnen? Das fragten sich Zuschauer, Spieler und Verantwortliche nach der deprimierenden 5719:5779-Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten TuS Gerolsheim. Anfangs sah es noch gut aus. Die Startreihe mit Thomas Hörner, Rainer Nord und dem am Ende tagesbesten Christian Schneider holte einen Vorsprung von 32 Kegeln heraus. Thomas Hörner ließ nach tollen Bahnen mit 262 und 280 Kegeln jedoch enorm nach und kam nur auf 988. Somit gab er noch vier Zähler gegen den besten Gerolsheimer, André Maul (992), ab. Das sollte sich später rächen.
Im Schlusstrio klappte bei Plankstadt kaum noch etwas. In die Vollen noch 35 Kegel besser als Gerolsheim, waren die Schwächen im Abräumen eklatant. Die Fehlerzahl war mit 25 viel zu hoch. Nicht einmal Andreas Tippl konnte überzeugen, so dass die Gäste mit dem starken Dieter Staab (991, 380 geräumt) zwei ganz wichtige Punkte holten. Staab gelangen auf seiner zweiten Bahn mit acht Neunern im Abräumen fantastische 299 Kegel. Mit dieser Niederlage hat Plankstadt die gute Ausgangsposition für den Relegationsplatz verspielt. Die Gefahr für einen direkten Wiederabstieg ist äußerst groß geworden. Der zweite Vorstand Günther Bauer war restlos bedient. „Wir waren optimistisch, dass uns die Pause geholfen hat, aber was da abläuft ist einfach unverständlich“, ärgerte sich Bauer. "Würde ich an sowas glauben, würde ich sagen, da hat uns jemand verhext!"
Gerolsheims Jürgen Staab, selbst jahrelang Plankstädter Spieler, meinte: "Die guten Ergebnisse, die wir im Pokal erzielt haben, haben unserer Mannschaft Selbstvertrauen gegeben. Wir wussten, wenn wir heute verlieren, sind wir weg vom Fenster. Toll, wie unsere Mannschaft gekämpft hat. Wir haben verdient gewonnen."
Michael Rappe