Wolfsburg lässt Mörfelden keine Chance - Wassersleben und Schlimper scheitern knapp an der Traumgrenze
Die Classic-Kegler des KVW haben das letzte Siel des Jahres erfolgreich gestalten können. Mit 6263:6089 gewann das Team von Trainer Bernd Klemba letztlich souverän und bleibt zu Hause weiter ungeschlagen. Durch diesen Erfolg überwintern die Wolfsburger mit 14:10-Punkten auf dem vierten Tabellenplatz. Erneut begannen Manuel Wassersleben (1099) und Mathias Hähnel (1030) für die Hausherren. Wassersleben erwischte einen Wahnsinnstag. Konsequent spulte er sein Pensum auf höchstem Niveau ab. Mit etwas mehr Fortune auf den letzten Würfen hätte er die magische Grenze von 1100 Kegeln geknackt. Mit diesem souveränen Auftritt hielt er seinen Kontrahenten Sven Völkl (956) deutlich in Schach. Hähnel spielte zu Beginn sehr unkonzentriert, steigerte sich aber im weiteren Verlauf erheblich. Da aber auch Christoph Zöller (1072) auf der Seite von Mörfelden mächtig aufdrehte, ging dieses Match an die Gäste. Der KVW lag nach dem Startpaar mit 101 Kegeln in Führung.
Carsten Strobach (1015) und Gerhard Gams (1042) sollten den Sack für die Wolfsburger frühzeitig zumachen. Strobach zeigte wenig Schwächen, hatte aber auch keine extremen Ausreißer nach oben. Am Ende stand ein sehr solides Ergebnis an der Anzeigetafel, aber damit konnte er Altmeister Jürgen Fleischer (1040) nicht bezwingen. Gams konnte die Form von letzter Woche nicht ganz speichern. Erst in der zweiten Hälfte spielte er auf einem hohen Niveau. Im Duell der Kapitäne mit Holger Liebold (1006) hatte er trotzdem die Nase vorn. Der Vorsprung der Gastgeber war auf 112 Kegel angewachsen.
Routinier Ronald Schlimper (1091) und Andre Landschädel hatten die Aufgabe den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Dies wurde zunächst schwieriger als erwartet, denn die Gäste drehten mit Stefan Beck (1049) und Robert Nägel (966) so richtig auf, und da Landschädel nur einen mäßigen Start erwischte, betrug der Vorsprung für die Wolfsburger nach der ersten Bahn nur noch 55 Kegel. Die Entscheidung fiel aber dann auf der nächsten Bahn. Schlimper spielte wie aus einem Guss, und auch Landchädel zeigte sein ganzes Können. Etwas Wurfpech auf den allerletzten Würfen verhinderte auch bei Schlimper die 1100er Marke. Landschädel scheiterte letztlich knapp an der 1000er Grenze. Beide Wolfsburger gewannen aber ihre direkten Duelle. Am Ende war es ein souveräner, aber hart erkämpfter Sieg für den KVW gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle. „Die Jungs haben ein tolles und erfolgreiches Jahr 2014 hingelegt. Danke auch an Ronald, dass er in der aktuellen Phase mit den ganzen Personalsorgen eingesprungen ist“, sagte eine zufriedener Kapitän Gerhard Gams nach dem Spiel.
Gerhard Gams