Pressebericht

1. Bundesliga Männer: VKC Eppelheim 1 - SG GH78/GW Sandhausen 1 (6467:5941)




„Meine Jungs waren heute Weltklasse“ - VKC Eppelheim mit neuem Bahn- und Clubrekord  – Daniel Aubelj (Einzelbahnrekord mit 1123 Kegeln) und Marlo Bühler übertreffen 1100er Marke

Es war ein denkwürdiger Abend in der Eppelheimer Classic Arena. Unglaubliche 6467 Kegel leuchteten zum Spielende beim Team des deutschen Meisters VKC Eppelheim auf der Anzeigetafel auf – eine noch nie dagewesene Zahl in dieser seit 2001 existierenden Kegelstätte. Mit neuem Bahn- und Clubrekord nahm Eppelheim Gegner GH/GW Sandhausen völlig auseinander und revanchierte sich für die erste Saisonniederlage eine Woche zuvor in Wolfsburg. Den Ligarekord der Wolfsburger (6493) verfehlte der VKC lediglich um 26 Kegel. 526 Kegel Vorsprung gegen einen Gegner, der mit 5941 gar nicht schlecht spielte und selbst drei Tausender schaffte – das belegt, dass die Eppelheimer mit Wut im Bauch spielten und das letzte Spiel des Jahres unbedingt gewinnen wollten. „So macht der Kegelsport sehr viel Spaß, was meine Jungs heute abgeliefert haben, ist Weltklasse“, sagte der diesmal pausierende Sportwart Jan Jacobsen. Die Gäste aus Sandhausen, zuletzt fünf Mal in Serie siegreich, führten nur ein einziges Mal. Nach 50 Wurf des Starttrios lagen sie sieben Kegel vorn, weil der Ex-Eppelheimer Willi Redlin mit 287 startete. Doch schon auf der zweiten Bahn machte der VKC durch den überragenden Daniel Aubelj (300 Kegel) 123 Zähler gut. Die Halle stand Kopf, als Aubelj mit 292 Kegeln auf seiner Schlussbahn auf 1123 Kegel (450 geräumt) kam. Das war neuer Einzelbahnrekord. Für ihn war es der erste 1100er, seine bisherige Bestmarke stand bei 1094.

Mit 196 Kegeln Vorsprung ging beim VKC das Schlusstrio auf die Bahnen. Und trotz dieses hohen Vorsprungs spielten auch Marlo Bühler, Gunther Dittkuhn und Tobias Lacher ganz groß auf. Lacher erzielte auf seiner zweiten Bahn fulminante 306 Kegel. Zehn Wurf vor Schluss dieser Bahn beschwerte er sich noch „Ich habe keine Neuner“, doch dann gelangen ihm auch diese. Am Ende blieb er mit 1099 (425 geräumt) denkbar knapp unter der Traummarke von 1100. Diese übertraf Marlo Bühler mit vier konstant starken Bahnen und 445 im Abräumen. 1109 wurden von den Zuschauern begeistert beklatscht. „Da spielte ich neben den beiden 1063 und keiner kriegt es mit“, haderte Kapitän Gunther Dittkuhn lachend mit seinem „Schicksal“, das die Zuschauer in erster Linie auf Lacher und Bühler schauten. Auch Jürgen Cartharius hatte im Starttrio 407 geräumt, dadurch lagen gleich vier Eppelheimer über 400. "Im Durchschnitt 412 im Abräumen, das hat es in Deutschland wahrscheinlich noch nie gegeben", sagte Tobias Lacher. "Möglicherweise sind dies alles Rekorde für die Ewigkeit, denn bei so einem Ergebnis muss alles passen."

„Es war klar, dass nach der Niederlage in Wolfsburg ein Zeichen gesetzt werden musste“, meinte Jan Jacobsen, „eine Niederlage ist immer drin, aber dann so zurück zu kommen, ist eines Meisters würdig.“ Daniel Aubelj rang nach dieser Leistung nach Worten. „Ich bin angesichts dieser Mannschaftsleistung, die wir abgeliefert haben, ziemlich sprachlos.“ Großes Lob kam auch vom Gegner. „Selbst uns als Unterlegenem hat es Spaß gemacht, bei dieser Kegeldemonstration dabei zu sein“, sagte Sandhausens Manager Matthias Biebl voller Bewunderung. Er wertete das Ergebnis höher als den Ligarekord des KV Wolfsburg, da dessen Bahnen "nicht im normalen Gesichtspunkt zu sehen seien."

Hinweis der Redaktion: Auf der Facebook-Seite der DCU ist ein kurzes Video mit Würfen von Daniel Aubelj zu sehen.

Michael Rappe


Ergebnisse VKC Eppelheim 1:
Jürgen Cartharius 1051, Christian Brunner 1022, Daniel Aubelj 1123, Marlo Bühler 1109,
Gunther Dittkuhn 1063, Tobias Lacher 1099

Ergebnisse SG GH78/GW Sandhausen 1:
Tobias Woll 1000, Michael Masuhr 969, Willi Redlin 1031, Christian Schneider 975,
Marco Goldbach 949, Mirko Sveiger 1017

Schließen