Glanzloser Sieg des KV Wolfsburg - Erstmals seit über einem Jahr zu Hause unter 6000 Kegel
Der KVW behält zu Hause seine weiße Weste. Gegen die Gastmannschaft des SKK Alt-München gewannen die Wolfsburger deutlich mit 5964:5651. Aufgrund einer Vollsperrung auf der Autobahn begann das Spiel mit mehr als 90 Minuten Verspätung. "Es war für uns selbstverständlich, dass wir warten, bis die Münchner da sind" sagte Kapitän Gerhard Gams. Der Mannschaftskapitän der Gäste, Michael Altmann, bedankte sich im Vorfeld für das faire Verhalten der Gastgeber. Die Wolfsburger mussten aufgrund der Verletzung ihres Kapitäns im Startpaar umbauen. Neben Manuel Wassersleben (1014) begann hierdurch André Landschädel (966). Wassersleben wirkte zu Beginn ungewöhnlich unkonzentriert. Über ein starkes Abräumen kämpfte er sich auf ein ordentliches Ergebnis. Sein Kontrahent Michael Altmann (921) fand zu keiner Zeit ein probates Mittel für die Bahn, so dass der Wolfsburger dieses Duell deutlich gewinnen konnte. Landschädel wirkte ebenfalls ungewohnt nervös; eigentlich unnötig, hatte er doch letzte Woche ganz stark gespielt. Viele kleinere Fehler verbauten ihm eine bessere Zahl, trotzdem konnte er sich gegen Alexander Schmalix (886) deutlich durchsetzen. Der Vorsprung für die Wolfsburger betrug 173 Kegel.
Carsten Strobach (1018) und Stefan Groß (993) im Mittelpaar bekamen es mit Stephan Petrowitsch (957) und Daniel Seidl (1028) zu tun. Strobach erwischte einen äußerst schlechten Start, steigerte sich aber dann von Bahn zu Bahn und konnte letztlich Petrowitsch in Schach halten. Auch Groß verschlief seinen Start komplett. Im Verlauf seines Spiels brachte er sich immer wieder selbst aus dem Rhythmus. Dies nutzte Seidl konsequent aus und ließ hierdurch den Wolfsburger hinter sich. Der Vorsprung für den KVW war auf 199 Kegel angewachsen.
Im Schlussdurchgang setzten die Wolfsburger auf Jens-Uwe Weiß (928) und Mathias Hähnel (1045). Weiß erwischte bei seinem Debüt in dieser Saison einen rabenschwarzen Tag. Er fand nie in seinen gewohnten Rhythmus. Erst auf der letzten Bahn konnte er sein Potenzial zeigen. Trotzdem konnte er zu keiner Zeit dem Gästespieler Mario Listes (1016) Paroli bieten. Hähnel hatte auch ungewohnte Startschwierigkeiten. Eine sehr starke zweite Hälfte (544) katapultierte sein Ergebnis nach oben. Sein Kontrahent Robert Böswetter (843) konnte dieses Tempo in keiner Weise mitgehen. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg für den Gastgeber auf der Habenseite. "Ich weiß nicht ob es an der langen Wartezeit vor dem Spiel gelegen hat, aber teilweise wirkten die Jungs sehr unkonzentriert. Es geht eben doch nicht von ganz alleine und wir dürfen nicht nachlassen", fand Kapitän Gams mahnende Worte für seine Mannschaft nach dem Spiel.
Gerhard Gams