Aschaffenburg schafft die große Überraschung - Erste Niederlage für Rot-Weiß Sandhausen
Selbst die größten Optimisten glaubten nicht an einen Erfolg der Dämmer gegen den letztjährigen Vizemeister. Bereits auf den ersten 50 Kugeln verloren die Gäste mit Dieter Hasenstab verletzungsbedingt einen ihren Besten. Die Startspieler Hermann Heider und Patrick Lebert gingen konzentriert zu Werke und brachten die Gastgeber mit tollen 1025 und 1010 Kegeln knapp mit 20 Zählern in Führung. In der Mittelachse mussten Emmerich Blahut (992) und Sven Fornoff (972) nur 13 Kegel abgeben, Aschaffenburg ging damit mit einer leichten Führung auf die letzten 200 Kugeln. Die Schlussspieler bei den Dämmern, Udo Frey mit tagesbesten 1030 und Horst Schlett mit ebenso starken 1017 Kegeln, gingen mit viel Power ins Spiel und bauten den Vorsprung kontinuierlich auf 54 Kegel aus. Während sich die Dämmer auf Platz sechs in der Tabelle verbessern konnten, mussten die Gäste die erste Niederlage hinnehmen.
„Die haben alles getroffen“, meinte Sandhausens Vorsitzender Mike Heckmann konsterniert. Er bezeichnete den Sieg des Außenseiters als verdient, da die Gastgeber zum ersten Mal in dieser Saison komplett antraten und satte 350 Kegel mehr erzielten als in ihrem ersten Heimspiel. Hauptproblem bei den Sandhäusern war die Verletzung von Dieter Hasenstab. Gerade noch fürs 200. Bundesligaspiel geehrt, zog er sich nach 30 Wurf eine Zerrung im Allerwertesten zu. Der Vorsitzende höchst selbst musste noch einmal in der 1. Liga ran und machte das sehr gut. Insgesamt 990 Kegel waren noch im Soll. Doch Kai Münch hatte einen schwachen Tag, und das reichte gegen die vier Tausender Aschaffenburgs nicht. Ein Duell mit allen Facetten lieferten sich René Zesewitz und Udo Frey. Sportlich hochklassig ging es zu. Mit 295 Kegeln auf der letzten Bahn entschied Zesewitz das Duell mit 1037:1030 für sich.
Werner Brehm/Michael Rappe