Walldorf wieder Letzter - Sandhausen bejubelt Platz vier
Der Stolze Kranz Walldorf rutschte nach der 5676:5797-Niederlage gegen GH/GW Sandhausen wieder auf den letzten Platz ab. Gerald Drescher und Frank Steffan zeigten zwar die besten Leistungen, doch sie müssten rund 50 Kegel mehr spielen, um die schlechten Leistungen ihrer Teamkameraden auszugleichen. "Auf unserer Seite blieb wieder jeder Spieler ein kleines Stück unter seinen Möglichkeiten – das reichte an diesem Tag für die Gäste", sagte SK-Vorsitzender Helmut Hibschenberger. "Aber es war schon vor dem Spiel klar: Der Überlebenskampf wird wohl bis zum letzten Spieltag gehen – hoffentlich!"
Bei Sandhausen wollten Tobias Woll, Willi Redlin und Marco Goldbach direkt die Weichen auf Sieg stellen. Woll und Redlin begannen stark, besonders Letztgenannter zeigte mit 277 Kegeln eine traumhafte erste Bahn. Auf der zweiten Bahn brach er allerdings mit 217 Kegeln ein und musste sich so mit 494 Kegeln zufrieden geben. Tobias Woll legte nach einer starken ersten Bahn noch eine Schippe drauf und schloss die ersten 100 Wurf mit bärenstarken 525 Kegeln ab. Marco Goldbach fand leider nicht zu seinem gewohnten Spiel und wurde nach 100 Wurf und 434 Kegeln gegen Markus Hermann ausgewechselt. Tobias Woll hielt das Tempo weiter hoch, zeigte ein ums andere Mal eine starke Abräumleistung und legte damit den Grundstein für die Tagesbestleistung von beeindruckenden 1028 Kegeln. Willi Redlins Bahnen drei und vier waren hingegen eine Kopie der ersten Spielhälfte, ein Durchgang stark, der andere eher zum Vergessen. Mit 959 Kegeln kann aber auch er zufrieden sein. Der Einwechselspieler Markus Hermann brauchte ein wenig, um ins Spiel zu finden, bestätigte dann allerdings, warum er seit einigen Spieltagen in Lauerstellung auf einen Platz unter den ersten sechs steht. Mit 242 Kegeln auf Bahn drei und 257 auf Bahn vier zeigte er eine sehr gute Leistung und schraubte damit das Ergebnis noch auf 933 Kegel.
Mit 79 Kegeln Vorsprung gingen für die Sandhäuser nun Christian Schneider, Michael Masuhr und Mirko Sveiger an den Start. Vom Start weg zeigten alle drei ansprechende Leistungen, so dass die Heimmannschaft, trotz eines Gerald Drescher, Probleme hatte, dem Tempo zu folgen. Zwei konstante Durchgänge von je 232 Kegeln erspielte sich hier Christian Schneider, der zwar deutlich mehr spielen kann, aber auch mit seinen 464 Kegeln den Vorsprung half auszubauen. Michael Masuhr präsentierte sich hingegen wieder auswärtsstark und bot Gerald Drescher deutlich Paroli. Mit seinen 521 Kegeln machte er gegen den stärksten Walldörfer 16 Kegel gut. Da auch Mirko Sveiger mit 479 Kegeln zu überzeugen wusste, wurde das Spiel nie richtig spannend. Durch zwei weitere Ergebnisse jenseits von 230 Kegeln (Bahn drei 234 und Bahn vier 237) spielte Christian Schneider konstant weiter und war am Ende mit 935 Kegeln zufrieden. Michael Masuhr hingegen verspielte sich mit einer schwachen 225er Bahn im letzten Durchgang - das Glück schien ihn hier ein wenig verlassen zu haben - noch das vierstellige Ergebnis. Mit sehr guten 996 Kegeln konnte allerdings auch er sehr zufrieden sein, erspielte er doch gegen den starken Gerald Drescher 17 Kegel Vorsprung. Auch Mirko Sveiger wusste sich zu präsentieren, zeigte nach einer verhaltenen dritten Bahn nochmal einen starken Abschluss und kam am Ende auf ebenfalls ordentliche 946 Kegel.
Bei Sandhausen herrschte nach dem fünften Sieg in Folge und dem Sprung auf Rang vier - immerhin vor Mannschaften wie Mörfelden, Wolfsburg oder Aschaffenburg - eitel Sonnenschein. „Wir können alle sehr stolz sein“, meinte Manager Matthias Biebl dazu.
Michael Rappe/Michael Masuhr