Fassungslosigkeit bei Frei Holz Plankstadt - Unerwartete Heimniederlage gegen Schlusslicht Walldorf
Die Hoffnungen von Neuling Frei Holz Plankstadt auf den Bundesliga-Klassenerhalt haben einen unerwarteten Dämpfer erhalten. Nach der schwächsten Saisonleistung verlor Plankstadt gegen Schlusslicht Stolzer Kranz Walldorf 5644:5699 und ist in dieser Form wohl nicht zu retten. Zu Beginn lief es noch ganz gut. Kai Schneider, für Erhard Stritzke ins Team gekommen, feierte sein Debüt, konnte aber seine Nervosität erst am Schluss ablegen. Mit 918 Kegeln blieb er wie auch Thomas Hörner unter seinen Möglichkeit. Durch den herausragenden Andreas Tippl ging Plankstadt mit 116 Kegeln in Führung. Tippl kam auf glänzende 1052 Kegel, während Walldorf mit Jürgen Kögel (872) und Marcus Cap (900) zwei Ausfälle hatte. Frank Steffan (1004) hielt den Gast noch einigermaßen im Spiel.
Doch das Schlusstrio Plankstadts hatte einen rabenschwarzen Tag. Marco Mergenthaler, Jörg Schneider und Rainer Nord verloren gleich an Boden, wobei Schneider mit 251 Kegeln noch gut startete. Nach zwei Bahnen waren es nur noch 35 Kegel Vorsprung, und dann folgte das Debakel. Im dritten Durchgang gaben die drei Plankstädter 102 Kegel ab, weil der Gast mit Gerald Drescher (1016) immer mehr auftrumpfte. Die Partie war komplett gedreht, im Plankstädter Lager herrschte Fassungslosigkeit. „Erschreckend, dass praktisch die gesamte Mannschaft mit Ausnahme von Tippl kollektiv diese schwache Leistung zeigte“, war der einhellige Tenor. Bei Walldorf lagen sich alle in den Armen. Es war der zweite Saisonsieg, dazu noch auf fremden Bahnen. Und er wurde ohne den verletzten Klaus Körner errungen.
Stimmen zum Spiel:
Günther Bauer (Vorstandsmitglied FH Plankstadt): „Wir liegen vorne, können aber den Sack nicht zumachen. Für das, was heute passiert ist, fehlen mir die Worte.“
Karl-Heinz Hambsch (Trainer SK Walldorf): "Ich hatte heute schon vor dem Spiel ein gutes Gefühl und war mir sicher, wir können hier was reißen. Als ich dies in der Anrede erwähnte, wurde ich nur müde belächelt. Ich bin stolz auf unsere Jungs. Das gibt Auftrieb, wir haben den Anschluss nach oben herstellen können."
Michael Rappe