Hähnel überragt mit 1103 Kegeln - Bei Plankstadt spielt Thorsten Vörg persönliche Bestleistung
Am 5. Spieltag besiegte der KV Wolfsburg auf der heimischen Anlage Aufsteiger FH Plankstadt mit 6102:5829. Da der Mannschaftskapitän der Wolfsburger, Gerhard Gams, immer noch verletzt ist, begann Wolfsburg wieder mit Manuel Wassersleben (975 Kegel) und André Landschädel (1030). Die beiden spielten gegen Christian Schneider (990) und Rainer Nord (964). Landschädel spielte konstant auf einem sehr hohen Niveau und hatte somit keine Probleme mit seinem Gegenspieler Rainer Nord. Er nahm dem Plankstädter 66 Kegel ab. Bei der anderen Paarung sah es auch so aus, als ob Wassersleben seinen Gegenspieler Schneider deutlich Kegel abnehmen könnte. Doch nach einem starken Beginn verlor Wassersleben vollkommen den Faden. Dies nutzte Schneider gnadenlos aus, auch dank seiner starken Schlussbahn (278), nahm er Wassersleben insgesamt 15 Kegel ab. Somit ging der zweite Durchgang mit einem Vorsprung von 51 Kegel für die Heimmannschaft auf die Bahn.
Im zweiten Durchgang duellierten sich Carsten Strobach (999) und Stefan Groß (985) mit Jörg Schneider (907) und Thorsten Vörg (1009). Strobach spielte sehr solide und nahm seinem Gegenspieler Schneider, der nicht seinen besten Tag erwischte, wertvolle Kegel ab. Groß spielte ebenfalls sehr konstant, konnte aber seinen Kontrahenten am heutigen Tag nicht das Wasser reichen. Der Plankstädter Vörg spielte eine neue persönliche Bestleistung und nahm Groß einige Kegel ab. Somit gingen die letzten Spieler mit 129 Kegel Vorsprung für die Wolfsburger auf die Bahn.
Im letzten Durchgang bekamen die Zuschauer noch einmal Kegelsport vom Allerfeinsten zusehen. Es spielten für Wolfsburg Jens-Uwe Weiß (1010) und Mathias Hähnel (1103), ihre Gegenspieler waren Thomas Hörner (932) und Andreas Tippl (1027). Weiß hatte seinen Kontrahenten zu jeder Zeit im Griff. Er zeigte sich stark verbessert im Vergleich zum letzten Heimspiel. Dank seines guten Spiels konnte er Hörner 78 Kegel abnehmen. Auf den anderen beiden Bahnen gab es ein Duell auf hohem Niveau, wobei Hähnel jedoch wie von einem anderen Stern spielte. Er zündete auf der ersten Bahn ein wahres Neuner-Feuerwerk und spielte auf den ersten 25 Wurf ins Volle unglaubliche 193 Kegel. Hähnel beendete diese Bahn mit traumhaften 283 Kegeln. Auf der nächsten Bahn konnte er das wiederholen und verbuchte nach der Hälfte seines Spiels bereits 566 Kegel. Sein Gegenspieler Tippl spielte ebenfalls sehr gut und verbuchte zur Hälfte 517 Kegel, dennoch vergrößerte sich der Vorsprung der Wolfsburger weiter. Auf der zweiten Hälfte spielte Hähnel weiter hochkonzentriert und durchbrach mit seinem letzten Wurf die Traummarke von 1100 und erspielte sich ein tolles Ergebnis von 1103 Kegeln. Er ist der erste Spieler in der laufenden Saison, der diese Traummarke übertreffen konnte. Sein Kontrahent Tippl erspielte sich sehr gute 1027 Kegel, konnte aber Hähnel nichts entgegensetzen.
Bei der Verabschiedung fand Mannschaftsführer Gams auch lobende Worte für die Gäste, die sich ordentlich in Wolfsburg verkauft haben. Der Mannschaftsführer von Plankstadt, Andreas Tippl, sah das sehr ähnlich. „ Wir sind recht zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben uns in etwa dieses Ergebnis vorgenommen.“ Der Wolfsburger Trainer Klemba war sehr zufrieden mit dem Mannschaftsergebnis seiner Jungs, fand jedoch auch mahnende Worte. „ Ein Ergebnis über 6100 ist sehr gut und wir sollten diese Zahl für jedes Heimspiel anpeilen. Dazu müssen sich aber auch einige Spieler noch steigern, denn Mathias wird sicherlich nicht jede Woche über 1100 spielen. Aber ich denke wir sind auf den richtigen Weg.“
Manuel Wassersleben
Weitere Stimmen zum Spiel:
Thorsten Vörg: „Dass es bei mir so toll lief und ich gleich in meinem allerersten Bundesligaspiel einen Tausender spielen konnte, hatte ich nicht erwartet. Dass wir hier verlieren, damit konnte man rechnen, wir sind als Aufsteiger immer noch in der Lernphase“.